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Gute Nachrichten: Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur längeren Förderung der E-Mobilität

Die Sonderregelung für Elektro- und Hybrid-Dienstwagen und -fahrräder schafft Planungssicherheit bis zum Jahr 2030.

Mit verschiedenen steuerlichen Maßnahmen will Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz klimafreundliches Verhalten noch länger subventionieren als bisher geplant. Statt bis Ende 2020 bzw. 2021 gelten die Maßnahmen nun bis Ende 2030. Der Schwerpunkt liegt klar auf der steuerlichen Förderung der Elektromobilität. Die neue Regelung muss zwar noch durch den Bundestag, dennoch schafft sie langfristig Planungssicherheit. Was der am 31. Juli 2019 verabschiedete Gesetzentwurf für Unternehmer und Beschäftigte im Einzelnen für die E-Mobilität im Unternehmen bedeutet, lesen Sie in unserem Update.

  1. Subvention von Elektro- und extern aufladbaren Hybridfahrzeugen

    Für die Ermittlung des geldwerten Vorteils von privat genutzten E- und Hybriddienstautos wird nur der halbe Neuwagen-Listenpreis zugrunde gelegt. Diese Regelung ist eigentlich bis zum 31.12.2021 befristet. Danach würde der Vorteil gegenüber Dienstwagen mit Verbrennungsmotoren wegfallen. Der Gesetzentwurf knüpft die Verlängerung bis Ende 2030 allerdings an Bedingungen: Die Anforderungen an Mindestreichweite und CO2-Ausstoß steigen, damit die umweltpolitischen Ziele auch erreicht werden können. So gilt für geförderte Hybridfahrzeuge ab dem Jahr 2022 eine (rein elektrisch betriebene) Mindestreichweite von 60 km oder ein maximaler CO2-Ausstoß von 50g/km. Ab dem Jahr 2025 wird es noch strenger: Dann müssen die Autos 80 Kilometer weit kommen, ohne eine Ladestation anzufahren.

  2. Steuerbefreiung für Ladestrom und Pauschalbesteuerung für Ladevorrichtungen

    Um ganze zehn Jahre länger, nämlich von Ende 2020 bis Ende 2030, bleibt das kostenfreie Aufladen des E- oder Hybridfahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers steuerfrei, oder wenn dieser dem Arbeitnehmer die Ladevorrichtung zur privaten Nutzung überlässt. Übereignet der Arbeitgeber seinem Angestellten die Ladebox oder bezuschusst er den Kauf, kann dieser geldwerte Vorteil pauschal mit 25 Prozent besteuert werden – auch das jetzt bis Ende 2030.

  3. Gewerbesteuerliche Erleichterungen bei Miete und Leasing von E-Fahrzeugen

    Neu ist auch die folgende Regelung: Mussten Unternehmen, die umweltfreundliche Fahrzeuge mieten oder leasen, bisher 20 Prozent der Miete bzw. Leasingrate zur Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer hinzurechnen, sind es bis 2030 nur noch 10 Prozent.

  4. Steuerbefreiung für betriebliche Fahrräder oder Elektrofahrräder

    Auch Diensträder, die privat genutzt werden, bleiben jetzt bis 2030 steuerfrei, sofern sie kostenlos zur Verfügung gestellt werden und dies zusätzlich zum regulären Arbeitslohn geschieht.

  5. Sonderabschreibungen für Elektrolieferfahrzeuge

    Kleine und mittelgroße rein elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge profitieren von 2020 bis 2030 von einer neu eingeführten Sonderabschreibung: Zusätzlich zu den regulären Abschreibungsmöglichkeiten (AfA) können Unternehmen die Hälfte der Anschaffungskosten schon im Jahr des Kaufs abschreiben.

Wir von SIEMER + PARTNER begrüßen den Gesetzesentwurf ausdrücklich – nicht nur im Sinne unserer Mandanten. Für betriebliche Besorgungsfahrten steht ein kleiner E-Flitzer bereit, und auch unter den Dienstwagen sind Elektrofahrzeuge eine willkommene Alternative!
Wenn Sie Fragen rund um das Thema Elektromobilität haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite.


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