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E-Mobility-Konzepte steuerlich optimal handhaben

E-Mobilität im Unternehmen: Wie Sie jetzt aktuelle Gestaltungsmöglichkeiten nutzen und sich Steuervorteile sichern

Die Bundesregierung glaubt an E-Mobilität und will mehr Elektroautos, E-Bikes und Co. auf die Straße bringen, Deutschland gar zum Leitmarkt machen. Über die bereits bestehenden Vorteile für E-Autos hinaus bedürfe es einer „Verstärkung und Verstetigung der steuerlichen Anreize“. Im Klartext: Es gibt noch mehr und längere Förderung von privat genutzten betrieblichen E-Fahrzeugen, Sonderabschreibungen für elektrische Lieferfahrzeuge und mehr. Wie Sie von den Förderungen direkt profitieren können, haben Ihnen unsere Experten Markus Ludwig und Tim Wellmann bei unserer Veranstaltung „Rezepte für Ihre digitale Zukunft“ aufgezeigt. Die haben Sie verpasst? Kein Problem – hier haben wir für Sie das Wichtigste zusammengefasst. Zum Nach- und Weiterlesen legen wir Ihnen unsere Sonderausgabe „Freude an Finanzen – E-Mobilität“ ans Herz. Und natürlich beraten wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Wer ein Elektro- oder Hybridfahrzeug als Dienstwagen fahren oder gleich einen ganzen Unternehmensfuhrpark elektrifizieren möchte, steht vor mehreren Fragen. Tim Wellmann und Markus Ludwig beantworten die Wichtigsten.

  1. Lohnt sich der Umstieg auf E-Mobilität?
    Die Bundesregierung hat die Dienstwagenbesteuerung für E-Dienstwagen deutlich gesenkt. Arbeitnehmer, die ihren E-Firmenwagen privat nutzen, müssen seit dem 01.01.2019 nur noch 1% des halben Bruttolistenpreises Ihres Dienstwagens als geldwerten Vorteil versteuern und verbeitragen. Im Klartext: Der geldwerte Vorteil wird quasi halbiert und damit die daraus folgende Steuer- und Beitragslast reduziert. Die Halbierung des Bruttolistenpreises ist ebenfalls bei der Bewertung des geldwerten Vorteils für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte gültig. Da kann die Ersparnis gut im dreistelligen Bereich liegen. Arbeitnehmer, die ein Fahrtenbuch führen, können ebenfalls von der neuen Regelung profitieren. Hier ist bei der Ermittlung der Abschreibung nur von der hälftigen Bemessungsgrundlage auszugehen. Beide Möglichkeiten erklären wir genau in unserem Sonderheft „Freude an Finanzen – E-Mobilität“ oder gerne auch im persönlichen Gespräch.
  2. Gibt es noch weitere staatliche Förderungen?
    Auch den Umweltbonus gilt es zu bedenken. Er beruht auf einer Kooperation zwischen Bund und Automobilherstellern und steht ohne Einschränkung Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen offen. Achtung! Die Kaufprämie von 4.000 Euro für reine Batterieautos bzw. 3.000 Euro für Hybride gilt nur für Neuwagen. Sie wurde gerade bis Ende 2020 verlängert.
  3. Gelten diese Regelungen auch für die Privatnutzung durch einen Unternehmer?
    Bei der Privatnutzung betrieblicher Pkw durch den Unternehmer selbst, gleichgültig ob Elektroantrieb oder Verbrennungsmotor, liegt in Höhe der Privatnutzung eine steuerpflichtige Entnahme vor. Der Unternehmer muss also auf den Wert der Privatnutzung eine entsprechend höhere Einkommen- und Umsatzsteuer zahlen. Auch in diesem Fall kommt die neue Förderung bei Privatnutzung eines betrieblichen E-Fahrzeugs zum Tragen, führt allerdings nur zu einer Verringerung der Einkommensteuer.
  4. Was muss ich als Unternehmer noch beachten, wenn ich auf Elektromobilität umsteigen will?
    Stellen Sie als Unternehmer Ihren Angestellten E-Fahrzeuge als Dienstwagen und zur privaten Nutzung zur Verfügung, unterliegt der geldwerte Vorteil genau wie bei Dienstwagen mit Verbrennungsmotoren nicht nur der Lohnsteuer, sondern auch der Sozialversicherung. Als Arbeitgeber haften Sie dafür, dass die Beträge ordnungsgemäß abgeführt werden.
  5. Welche E-Autos profitieren vom neuen Gesetz?
    Die Steuervorteile gelten für alle privat genutzten Elektro- und Hybriddienstwagen, die zwischen dem 01.01.2019 und dem 31.12.2021 angeschafft oder geleast werden. Bei der Überlassung an Arbeitnehmer ist hingegen der Zeitpunkt der erstmaligen Überlassung maßgebend. Erfolgt die erstmalige Überlassung an einen Arbeitnehmer in diesem Zeitraum, greift die steuerliche Förderung.
  6. Welche Regeln gelten für E-Bikes und Pedelecs?
    E-Bikes, die verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug gelten, sind steuerrechtlich genauso wie Pkw zu behandeln. Für die Privatnutzung von Pedelecs, die verkehrsrechtlich als Fahrräder einzuordnen sind, besteht zwischen dem 01.01.2019 und dem 31.12.2021 Steuerfreiheit.

Jetzt kostenlos downloaden (PDF):
FREUDE AN FINANZEN – Sonderausgabe E-Mobilität im Unternehmen

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